Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die letzen Wochen und Monate waren für uns alle eine neue, sonderbare Situation. Die Corona-Pandemie hat unsere Region fest im Griff. Viele Menschen sind durch das Virus direkt oder indirekt betroffen. Die momentane Lage ist für uns alle nicht einfach und wird uns sicherlich auch noch in der Zukunft sehr beschäftigen.

Die Bevölkerung der Stadt Monschau hat in den letzten Monaten eindrucksvoll bewiesen, dass sie stark, krisenfähig, kooperationsbereit und tolerant ist. Gerade auch wenn es darum geht, sich selbst in seiner Freiheit einzuschränken, um andere Menschen zu schützen.

Eine solch starke Bevölkerung verdient eine starke Politik. Eine Politik mit klarer Linie für unsere Region. Eine Politik, die nach vorne gerichtet ist und die Lösungen nicht in der Vergangenheit sucht.

Die letzten Monate haben uns in einen Umbruch gestürzt – in der Digitalisierung, der Bildung, dem Umweltschutz und dem Arbeitsleben. Lassen Sie uns gemeinsam die Chancen nutzen, die dieser Umbruch bietet.

Ihr Kurt Victor 


In einer Welt voller Veränderungen gibt es keine Ressource, die wertvoller wäre als Bildung.

Sie befähigt die Menschen, auch in einer komplexen Umwelt, selbstbestimmt ihren Weg zu gehen. Bildung ist die Chance zum sozialen Aufstieg, denn wichtig ist was ein Mensch kann. Unwichtig sollte werden in welchem Elternhaus ein Mensch geboren wurde.

Wir als Freie Demokraten sehen die Digitalisierung der Schulen als Chance:                              

Individuelles Lernen, innovative Lehrmethoden und aktuelle Lehrmittel.                               

Machen wir endlich Gebrauch davon!    

Außerdem sehen wir, als zukünftigen Standort für die Grundschule Höfen-Mützenich, Höfen als Hauptstandort an. Die Grundschule Höfen bietet insgesamt über 50% mehr Fläche, sodass ein Anbau in Mützenich vermieden werden könnte. Die eingesparten Kosten könnten sinnvollen Bildungsinvestitionen dienen.  


Wirtschaft ist nicht alles, aber ohne eine starke Wirtschaft ist alles nichts. Die Wirtschaft schafft Arbeitsplätze und bietet somit den Menschen die Möglichkeit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie sorgt für Steuereinnahmen, aus denen u.a. der Rechtsstaat, die Infrastruktur und der Sozialstaat finanziert werden. Die stetige Entwicklung der vielseitigen Monschauer Unternehmen ist uns daher ein großes Anliegen.

Im zukünftigen Gewerbegebiet steht  uns eine Fläche von ca. 44.000 qm zur Verfügung. Diese sollte, aufgrund der geringen Fläche, so effizient und innovativ wie möglich genutzt werden.

Des Weiteren ist eine dringende Bedarfsanalyse der Monschauer Unternehmen nötig. Viele sind bereits nach Simmerath abgewandert.

Zudem muss die Entwicklung des interkommunalen Gewerbegebietes Blumgasse vorangetrieben werden.


Umwelt- und Klimaschutz ist eine wichtige Aufgabe der Politik, um die Lebenschancen zukünftiger Generationen zu sichern. Ohne saubere Luft, reines Wasser, fruchtbare Böden, stabiles Klima und ausreichende Energieversorgung ist ein glückliches Leben undenkbar. Auch lokal lassen sich einige Dinge zum Erhalt unserer Natur beitragen.

Zukünftig sollte jedes geeignete Dach der städtischen Gebäude mit einer Photovoltaik- und Solaranlage zur Strom- und Warmwassererzeugung versehen werden. Über Investitionskredite, Mieten der Anlage oder Verpachten der Dachfläche kann eine Realisierung möglich werden. Was dem Privatmann Geld einbringt, muss auch der Stadt gelingen.

Auch Home-Office in der Stadtverwaltung kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Wir als Freie Demokraten machen uns zusätzlich gegen das Wegwerfen von Müll in der Natur und für Artenvielfalt stark. 


Die Sanierung des städtischen Haushalts wird uns noch Jahre beschäftigen, sofern nicht eine Entschuldung durch Bundes- bzw. Landeshilfen erfolgt.

Im Bereich der langfristigen Kredite leisten wir im Jahr 2020 1,25 Mio. Euro für Tilgung und Zinsen. Geld, das uns für Investitionen in die Infrastruktur, z.B. dem Breitbandausbau, der Sanierung von Gebäuden und Straßen, sowie den landwirtschaftlichen Wegen, fehlt.

Für uns ist eine Prüfung von Zusammenarbeitsmodellen mit den Nachbarkommunen ein Thema der kommenden Jahre. Hier erwarten wir Kostenersparnisse.

Die Umsetzung des papierlosen Büros in der Stadtverwaltung, für die damit verstärkte Automatisierung von Arbeitsabläufen, ist hierfür erforderlich. Durch Home-Office werden zudem zukünftig weniger Büroflächen benötigt, die mit den bereits vorhandenen freien Flächen (z.B.: Hauptschule oder Realschule) vermarktet werden können. 


Home-Office hat das Potenzial das Arbeitsleben zu vereinfachen , sowie den Verkehr und die Umwelt zu entlasten.

Wir wollen, dass zukünftig 60% der Aufgaben in der Stadtverwaltung, im Home-Office bearbeitet werden können. Zudem soll der Weg  zum papierlosen Büro durch Digitalisierung geebnet werden. Die Mitarbeiter*innen sollen frei wählen dürfen; zwischen Home-Office und der Stadtverwaltung vor Ort.

Durch innovative Arbeitsplatzkonzepte können Büroflächen eingespart und vermarktet werden. Private und öffentliche Arbeitgeber haben somit die Gelegenheit diese Büroflächen anzumieten.

Dadurch werden neue Einnahmen zur Sanierung der städtischen Infrastruktur erschlossen. Davon profitieren insbesondere Schulen, aber auch Straßen und öffentliche Plätze. 


Ernährung ist wichtig für die Gesundheit. Für viele Menschen ist Essen zugleich ein Stück Lebensfreude oder Ausdruck ihrer Lebensweise. Wir stehen zu unseren landwirtschaftlichen Familienbetrieben, ob im Voll- oder Nebenerwerb.

Bei der betrieblichen Entwicklung bzw. in Gebäuden, Hofläden für Direktvermarktung und Ferienwohnungen werden wir die Landwirte unterstützen. Sie prägen und pflegen unsere schöne Wiesen- und Heckenlandschaften und erbringen damit einen Beitrag für den Tourismus in unserer Region. Eine frühzeitige Einbindung bei Maßnahmen, die Auswirkungen auf die Landwirtschaft haben, ist für uns selbstverständlich.

Wir erwarten einen respektvollen Umgang: Müll gehört nicht in die Natur oder auf Wiesen; kein unerlaubtes Fahren auf den landwirtschaftlichen Wirtschaftswegen und kein unerlaubtes Betreten von Nutzflächen. Außerdem muss die Sanierung der landwirtschaftlichen Wirtschaftswege wieder im Haushalt berücksichtigt werden. 


Tourismus ist eines der Markenzeichen unserer Region und für diese von unheimlich hoher Relevanz. Trotzdem gilt: Tourismus ja, aber nicht um jeden Preis.

Laut der aktuellen Tourismusbilanz ist Tourismus für 960 Personen einkommensrelevant und erreicht einen Bruttoumsatz von 48,9 Mio. €; einschließlich Handel, Handwerk und Dienstleistungen. Da Tourismus einen positiven Effekt auf den Haushalt hat, sind weitere Investitionen in diesem Bereich angebracht.

In diesem Zusammenhang müssen die Regionen Monschau, Roetgen und Simmerath gemeinsam übergreifende Angebote schaffen und diese vermarkten, damit unsere Übernachtungsgäste wiederkommen.

 

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